LONDONER MUSIKSZENE IM WANDEL

Estimated reading time:  
7 Minuten
Bild

 

Ob unter Eisenbahnbögen, in Kellergeschossen oder in großen Arenen, die Londoner Musikszene ist gegenwärtig und lebendig.

In der britischen Hauptstadt lassen sich die Klänge jedes musikalischen Genres vernehmen, von Afro-Trap bis Urban Jazz, von Spoken Word bis EDM, von Grunge bis Grime – und alles, was dazwischen liegt.

Die Stadt, die wie keine andere die Swinging Sixties verkörperte, sich in den 80ern auf Syntheziser und Streicherkeyboards einließ und in den 90ern ganz im Zeichen des Britpop stand, hat im Laufe der letzten zehn Jahre erneut einen musikalischen Wandel durchlaufen.

Vielseitige Einflüsse

 

Bekannt für seine beeindruckende Vielfalt und als Schmelztiegel der Kulturen, wird London durch zahlreiche verschiedene Einflüsse geprägt. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.

Neu ist jedoch die Bandbreite der Einflüsse, die heute in der Londoner Szene anzutreffen sind. Die einzigartigen Beats der Metropole beziehen ihre Inspiration vom Afro Bashment, das afrikanische, karibische, R&B- und Hip-Hop-Einflüsse vereint.

Als Weiterentwicklung des Dubstep, Garage, Jungle und Grime, an dessen Spitze Künstler wie The Streets und Wiley standen, kann sich die britische Antwort auf den Hip-Hop auf der internationalen Bühne sehen lassen.

Thumbnail
Veränderte Regeln

Neue Technologien haben die Musikbranche durchgreifend verändert. Künstler sind heute nicht länger auf ein Plattenlabel oder eine Vermarktungsmaschinerie angewiesen, sondern benötigen lediglich Talent und eine Plattform – sei es YouTube, Snapchat oder Instagram.

Damit haben junge schwarze Teenager in London eine lang überfällige Stimme erhalten, während unabhängige aufstrebende Künstler ihr kreatives Schicksal selbst in die Hand nehmen können. Namen wie Stormzy und Skepta ist es so gelungen, sich ihre eigene Fangemeinde aufzubauen.

Schließungen

Doch auch Londons lebendige Musikszene ist nicht immun gegenüber den steigenden Immobilienpreisen. 

Einzigartige Londoner Veranstaltungsorte mussten ihre Tore schließen, darunter The Cross im Zuge der Gentrifizierung von St. Pancras, das Astoria aufgrund des Eisenbahnprojekts Crossrail und viele andere.

Aufgrund der dringenden Notwendigkeit, kleinere Veranstaltungsorte zu fördern, rief Londons Bürgermeister 2015 eine spezielle Kampagne ins Leben, um das Problem zu lösen. Und sie zeigt Wirkung: Neue Clubs und Grassroots-Venues springen aus dem Boden, während beliebte Favoriten weiterhin die Massen anziehen.

Das bringt uns zu East London.

Thumbnail

 

Coole Klänge im Londoner East End

 

Als Drehscheibe für Innovation und Kreativität und beliebter Hipster-Treffpunkt beheimatet E1 eine Reihe aufstrebender und etablierter Londoner Veranstaltungsorte.

Einer der angesagtesten ist 93 Feet East, wo Live-Musik auf progressive britische Sounds trifft. Der Club veranstaltete kürzlich einen „Boiler Room“-Gig anlässlich der Einführung des neuen Range Rover Evoque – dem idealen Begleiter für die Stadt.

 

Die Performance der vielversprechenden weiblichen Talente begeisterte das Publikum und wurde von Aktivistin und Model Adwoa Aboah begleitet. Die britische Künstlerin Alweya eröffnete die Live-Übertragung, gefolgt von den gefühlvollen Klängen von Fatima & The Eglo Band. Als Ikone der Londoner Musikszene brachte Little Simz die Party mit frischen Hip-Hop-Beats in Schwung, während ein DJ-Set und Fusion Mashup von Cooly G und dem DJ-Kollektiv BBZ die Stimmung weiter aufheizten.

Wenn dies ein Ausblick auf die Zukunft der Londoner Musikszene war, dann hat die Stadt allen Grund zum Feiern.

Weitere Informationen