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JAGUAR LAND ROVER STARTET DIE NEUE INGENIUM MOTORENBAUREIHE

DI, 15 JULI 2014

- Komplett neue Motorenfamilie von kompakten, gewichtsoptimierten und emissionsarmen Benzin- und Dieselaggregaten
- Modulare Architektur erlaubt flexiblen Einsatz in verschiedensten Fahrzeugen;  höhere Effizienz und Qualität in der Fertigung sowie kürzere Vorlaufzeiten
- Ingenium Motoren sind bis zu 80 Kilogramm leichter als die aktuellen Triebwerke; zum Patent angemeldete Technologien reduzieren die motorinterne Reibung und liefern niedrigere CO2-Werte bei zugleich hoher Laufkultur und Performance
- Anlauf der Produktion im neuen Jaguar Land Rover Motorenwerk bei Wolverhampton Anfang 2015

Whitley/Schwalbach, 10. Juli 2014 - Jaguar Land Rover gibt heute einen ersten tieferen Einblick in das Innenleben der neuen Ingenium-Motorenbaureihe. Die von Jaguar Land Rover entwickelten und produzierten Benzin- und Dieselmotoren glänzen mit besten Leistungs- und Drehmoment-Werten bei zugleich hoher Laufkultur und niedrigen Abgas- und Verbrauchswerten. Auf maximalen Leichtbau und Effizienz getrimmt, nutzen die brandneuen Vierzylinder Zukunftstechnologien, die zum Teil erstmals bei Jaguar Land Rover zum Einsatz kommen.


Ingenium: Flexibler Einsatz dank modularer Architektur

Die neue Motorengeneration kommt mit ihrer reibungsarmen und auf maximale Effizienz zielenden Konstruktion der wachsenden Nachfrage nach sparsameren Motoren entgegen. Sie senken auch die Unterhaltskosten, ohne dass typische Fahrerlebnis und die souveräne Leistungsentfaltung zu schmälern.

Das Lastenheft für die neue Ingenium-Baureihe stellte die Jaguar Land Rover Ingenieure vor eine große und durchaus komplexe Herausforderung, denn die neuen Motoren sollten:
- vielfältig konfigurier- und flexibel einsetzbar sein, um so die nahtlose Installation in eine breite Palette neuer Jaguar- und Land Rover-Modelle zu ermöglichen
- eine große Bandbreite an unterschiedlichen Hubraumvarianten eröffnen
- für Modelle mit Heck-, Allrad- und Hybridantrieb sowie für den Quer- wie Längseinbau geeignet sein
- mit Handschalt- und Automatikgetrieben kompatibel sein
und
- den Einbau neuer Technologien erlauben - sobald diese zur Verfügung stehen

Die in den Jaguar Land Rover Entwicklungszentren Whitley und Gaydon tätigen Ingenieure wählten als solide Basis für die neuen Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren extrem steife und zugleich kompakte Motorblöcke aus Aluminium. Um die Entwicklung der zukünftigen Motoren auch im Whitley Engineering Center zu erweitern und zu verbessern hat Jaguar Land Rover zusätzlich £40 Millionen investiert.

Bohrung, Hub und Zylinderabstand bei allen Motoren identisch

Bei den Ingenium-Triebwerken sind die Maße für Bohrung und Hub ebenso identisch wie der Zylinderabstand und das Zylindervolumen von 500 cm3. Die modulare Architektur fördert die Konfigurierbarkeit und Flexibilität, um auch künftige neue Gesetzesvorschriften oder Wettbewerbskriterien schnell erfüllen zu können. Alle Ingenium Motoren kommen in den Genuss modernster Abgasturbolader. Die Verdichter steigern speziell im unteren Drehzahlbereich der Leistungsabgabe und senken parallel Verbrauch und CO2-Emissionen.

Die modulare Architektur erlaubt einen hohen Anteil an Gleichteilen und gemeinsame Kalibrierungen, was eine geringere Komplexität und höhere Qualität zur Folge hat, wie auch eine vereinfachte Montage und kürzere Reaktionszeiten bezüglich Änderungen bei der weltweiten Nachfrage.

"Weltweit wünschen sich immer mehr Kunden abgasärmere und effizientere Fahrzeuge, jedoch werden nach wie vor dieselben Attribute für robuste Geländewagen oder leistungsstarke Sportwagen erwartet. Unsere Ingenium Motoren erfüllen diesen Performance-Anspruch und heben ihn zugleich auf ein neues Niveau", sagt Dr. Wolfgang Ziebart, Direktor Engineering, Jaguar Land Rover Group.

"Indem wir unsere Motoren in Eigenregie entwickeln und fertigen, können wir schneller auf Schwankungen in der Nachfrage, neue Gesetze und die Verfügbarkeit neuer Technologien reagieren", ergänzt Dr. Ziebart. "Wir glauben, dass Jaguar Land Rover mit den jetzt getätigten Investitionen für die Ingenium-Reihe einen klassischen Zielkonflikt lösen kann: Auch weiterhin High-Performance-Premiumfahrzeuge anzubieten und langfristig den CO2-Fußabdruck des Unternehmens zu verkleinern."

Die Ingenium Motoren verfügen über eine Vielzahl von Innovationen und helfen so, die Erwartungen der Kunden an ein Premium-Hochleistungstriebwerk noch zu übertreffen. Ihre herausragenden Stärken sind der außergewöhnlich starke "Durchzug" aus niedrigen Drehzahlen, die mühelose Beschleunigung sowie beste Emissions- und Verbrauchswerte.

Interne Reibung beim neuen Diesel um 17 Prozent reduziert

Beim Erreichen dieser Ziele stand die Verringerung der internen Reibung ganz oben im Lastenheft  der Antriebsstrangexperten von Jaguar Land Rover. Beim ersten in die Großserienfertigung gehenden Ingenium-Motor - dem 2,0-Liter-Diesel mit internem Code AJ 200D - sank die Reibung im Vergleich zum aktuellen Selbstzünder um 17 Prozent.

Sechs Schlüsseltechnologien sorgen im Verbund dafür, auch bei allen noch folgenden Motoren die Reibung zu reduzieren, die Laufkultur zu verbessern und zugleich die Performance zu steigern. Sie umfassen im Einzelnen:

- Rollenlager für die Nocken- und Ausgleichswellen anstelle maschinell bearbeiteter Auflageflächen.
- Variabel und computergesteuerte Ölpumpen, die in Abhängigkeit von Drehzahl, Motorlast und Temperaturen nur die jeweils optimale Menge an Schmierstoff fördern.
- Variabel arbeitende Wasserpumpen, die je nach Fahr- und Belastungszustand den Durchfluss des Kühlmittels bedarfsgerecht dosieren. Ein zweigeteilter Kühlkreislauf eröffnet zwei Vorteile: Reduzierte CO2-Emissionen dank kürzerer Aufwärmphase nach dem Kaltstart und schnelleres Aufheizen des Innenraums an kalten Tagen.
- Mit Blick auf den modularen Einsatz vereinfachter Nockenwellenantrieb
- Zur Mittelachse des Motorblocks versetzt angebrachte Kurbelwellen
- Elektronisch gesteuerte Kühlung der Kolben zur Steigerung der Effizienz im Ölkreislauf. Die dazu benötigten Düsen werden bei nicht erforderlicher Kühlung abgestellt. Das System hilft auch beim schnelleren Erreichen der optimalen Betriebstemperatur des Motors - und somit bei der Reduktion von CO2.

Alle Ingenium Motoren werden neben den Turboladern neuester Bauart mit Hochdruck-Direkteinspritzung, variabler Ventilsteuerung und Start-Stopp-Technologie ausgerüstet.

72.000 Stunden auf Prüfständen und 3,2 Millionen Kilometer auf härtesten Straßen

Jaguar Land Rover hat die neuen Ingenium Motoren vor Produktionsfreigabe so gründlich erprobt wie kaum ein anderes Triebwerk in der Geschichte beider Marken. Vor Auslieferung des ersten Modells wurde das Aggregat den härtesten und unbarmherzigsten Tests unterzogen, die sich die Ingenieure nur ausdenken konnten. Die über 72.000 Stunden auf Prüfständen und 3,2 Millionen Kilometer in der "realen" Straßenwelt malträtierten die Prototypen so hart wie acht Jahre eines normalen Auto- und Motorenlebens.

Jaguar Land Rover ist schon heute führend im Bau von Leichtbau-Karosserien aus Aluminium - wie zum Beispiel für die große Luxuslimousine Jaguar XJ, den Range Rover und Range Rover Sport oder den neuen Jaguar F-TYPE. Die Einführung der Ingenium-Reihe führt nun die Erfahrungen der Chassis- und Motor-Ingenieure zusammen und bietet die Chance, die Gewichtsspirale noch weiter zurückzudrehen.

Gewichtsreduktion um durchschnittlich 80 Kilogramm

In punkto Gewichtsreduzierung nehmen Jaguar Land Rover Ingenieure alle Bereiche eines Motors unter die Lupe - darunter natürlich auch den gesamten Antriebsstrang. Folge: Trotz zusätzlicher Funktionen und angehobener Leistung sind die neuen Ingenium Triebwerke im Schnitt 80 Kilogramm leichter als vergleichbare Motoren aus heutiger Produktion.

"Mit Ingenium erfüllen wir unsere Verpflichtung, unseren weltweiten Kunden hochmoderne Motoren für gewichtsoptimierte Premium-SUVs und Sportwagen anzubieten," sagt Ron Lee, Direktor Powertrain Engineering, Jaguar Land Rover.

"Die zentralen Bausteine in der Ingenium-DNA heißen 'Konfiguration' und 'Flexibilität'. Schon auf dem Reißbrett wurden die Motoren darauf ausgelegt, sich ständig weiterzuentwickeln und von neuen Innovationen zu profitieren. Neue Treibstoffe und weiterentwickelte Turbolader gehören ebenso dazu wie die zunehmende Elektrifizierung. Sobald neue Technologien fertig erprobt und erhältlich sind, können sie sofort adaptiert werden und in die Motorenfertigung einfließen. Aber auch für schärfere Abgasgesetze oder weitere Steigerungen der Performance sind die Triebwerke vorbereitet.

Wir hatten die seltene Gelegenheit, das ganze Ingenium Projekt mit einem weißen Blatt Papier beginnen zu können. Es gab keinerlei Restriktionen, die zu Kompromissen bei der Entwicklung geführt hätten. Denn wir mussten weder auf existierende Werkzeuge zurückgreifen noch vorhandene Motorarchitekturen übernehmen. Und erst recht nicht Bänder eines bestehenden Werkes für die Montage der Ingenium Motoren umrüsten", betont Lee.

Das neue hochmoderne Motorenwerk für die Ingenium-Familie bei Wolverhampton ist die erste von Grund auf neu aufgebaute Fertigungsstätte von Jaguar Land Rover. Der mit Investitionen in Höhe von 630 Millionen Euro errichtete Standort sichert beim Erreichen der vollen Kapazität fast 1.400 neue Arbeitsplätze. Produktionsstart ist Anfang 2015.

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 Verbrauchs- und Emissionswerte Evoque, Freelander, Defender, Discovery, Discovery Sport, Range Rover Sport, Range Rover:

Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus: 12,8 – 4,5 l/100km

CO2-Emissionen im kombinierten Testzyklus: 299 – 119 g/km


Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Land Rover Vertragshändlern und bei Jaguar Land Rover Deutschland GmbH unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden ist ebenfalls im Internet unter www.dat.de verfügbar.

Jaguar Land Rover Limited: Registered Office: Abbey Road, Whitley, Coventry CV3 4LF Registered in England No: 1672070