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Intelligente Allradantriebe by Land Rover

20.05.2014

Ein Vierradantrieb zählt zur Pflichtausstattung von geländegängigen Fahrzeugen. Allrad ist jedoch nicht gleich Allrad. Moderne Allradantriebe agieren intelligent und teilen die
Antriebsleistung dynamisch - je nach Notwendigkeit - zwischen Vorder- und Hinterachse auf. Als Offroad-Spezialist hat Land Rover technisch ausgereifte Vierradantriebe im Portfolio, die das Fahrzeug selbst unter schwierigsten Bedingungen stets zuverlässig voranbringen.

Bei Bedarf mit 100 Prozent

Die genialen Allradsysteme von Land Rover kombinieren aussergewöhnliche Traktion mit dynamischer Stabilität und halten sowohl für herausfordernde Offroad-Abenteuer als auch für den alltäglichen Einsatz im Grossstadtdschungel den passenden Antrieb parat. In den Modellen Range Rover, Range Rover Sport und Land Rover Discovery kommen die derzeit fortschrittlichsten Allradtechnologien des Unternehmens zum Einsatz, wobei für den Range Rover Sport und den Land Rover Discovery zwei Ausführungen des Vierradantriebs zur Verfügung stehen.

Aufgrund eines zweistufigen Verteilergetriebes mit Untersetzungsmöglichkeit empfiehlt sich das erste System besonders für extreme Geländeeinsätze. Das Herzstück des 4WD-Antriebs ist das Zwischengetriebe. Dieses sorgt für einen dauerhaften Allradantrieb durch ein Mittendifferenzial mit Kegelradgetriebe. Im Normalfall weist die Momentaufteilung zwischen Vorder- und Hinterachse das Verhältnis 50:50 auf. Um veränderten Untergrundverhältnissen mit gewohnter Tatkraft zu begegnen, kann die Antriebskraft in jedes denkbare Verhältnis von 100 Prozent vorne bis 100 Prozent hinten aufgeteilt werden. In diesem Fall übernimmt eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung die Aufgabe des Drehmomentverteilers und fungiert als Mittendifferenzialsperre. Unterstützung erhält das System dabei von der elektronischenTraktionskontrolle.

Mittels einer Vielzahl von Fahrzeugsensoren erhält die Steuerungseinheit des Allradsystems Informationen zum Radschlupf und verteilt mithilfe der Differenzialsperre im Verteilgetriebe und an der Hinterachse (optional) das Drehmoment optimal auf beide Achsen.

Das Verteilergetriebe bietet eine vollsynchronisierte Umschaltmöglichkeit zwischen hohen und niedrigen Gängen. Die normale Getriebeabstufung besitzt eine Kraftübertragung im Verhältnis 1:1, während die Offroadgänge mit einem Untersetzungsverhältnis von 2,93:1 extrem langsame Geschwindigkeiten für Geländefahrten und das Ziehen schwerer Anhänger ermöglichen. Ein zweistufiges, vollsynchronisiertes "Shift on the Move"-System erlaubt es dem Fahrer, während der Fahrt - bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h – von der Geländeuntersetzung in die Strassengänge zu wechseln. Dies verleiht dem Fahrzeug eine aussergewöhnliche Flexibilität im Umgang mit schwierigen Bedingungen.

Die zweite Variante des permanenten Allradantriebs bringt 18 Kilogramm weniger auf die Waage und spendiert dem Premium-SUV die Dynamik eines heckangetriebenen Fahrzeugs, bei minimalen Einbussen der Geländeeigenschaften. Hier arbeitet ein einstufiges Verteilergetriebe mit Torsendifferenzial und verteilt die Antriebskraft standardmässig im Verhältnis 42:58 auf Vorder- und Hinterräder. Mithilfe des Torsendifferenzials kann die Kraftübertragung je nach Haftung von 62 Prozent vorn bis 78 Prozent hinten variiert werden.

Erstklassige Geländegängigkeit verspricht auch der Land Rover Defender mit permanentem Allradantrieb. Dessen sperrbares Mittendifferenzial verteilt die Antriebsleistung gleichmässig an die Vorder- und Hinterachse. Die zugeschaltete Differenzialsperre setzt die Ausgleichsfunktion des Differenzials ausser Kraft und verbessert die Traktion auf rutschigem Untergrund. Zudem verfügt der Land Rover Defender über ein zweistufiges Verteilergetriebe. In Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe stehen dem Fahrer insgesamt 12 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge zu Wahl. Der erste Gang der Geländeuntersetzung erlaubt dadurch extrem niedrige Geschwindigkeiten und punktet bei anspruchsvollen Offroad-Fahrten und im Zugbetrieb.

Immer das passende Moment

Hand in Hand mit dem Allradantrieb arbeitet das elektronisch gesteuerte Hinterachs- Sperrdifferenzial. Das "Dynamic Active Rear Locking Differential" kann jederzeit den Grad der Sperrwirkung anpassen und damit Traktion, Handling und Kurvenstabilität in Sekundenbruchteilen optimieren. Die Weiterentwicklung im Range Rover Sport arbeitet 70 Millisekunden schneller als im Vorgängermodell, was eine um 30 Prozent kürzere Reaktionszeit ermöglicht.

Bei dynamischen Kurvenfahrten erweist sich auch das optional für den Range Rover Sport erhältliche Torque Vectoring als nützlicher Helfer. An die Bremsanlage gekoppelt, simuliert die Lenkhilfe ein Differenzial mit Torque Vectoring-Funktion, um Haftung und Lenkverhalten in der Kurve zu verbessern. Das Verfahren greift auf die dynamische Stabilitätskontrolle zurück und wertet mithilfe von Gierratensensoren 100 Mal pro Sekunde Fahrzeugdaten aus. Auf Basis der gewonnenen Informationen passt es die Antriebskraft zu den vier Rädern permanent an, indem es etwaigen Untersteuertendenzen durch nicht wahrnehmbare Bremseingriffe entgegenwirkt. Die kurvenäusseren Räder erhalten indes mehr Antriebsmoment, was zur Stabilität des Fahrzeugs beiträgt und maximale Traktion und Lenkpräzision sicherstellt.

Exklusiv dem Evoque vorbehalten ist „Active Driveline“: ein vollkommen neu entwickeltes Antriebssystem, das als weltweit erste Lösung den Vierradantrieb „auf Abruf“ bereitstellt. Bei konstanter Fahrgeschwindigkeit über 35 km/h und ausreichend Haftung wird der Evoque vorwiegend über die Vorderräder angetrieben – die Entkoppelung des Hinterradantriebs spart Kraftstoff und senkt Emissionen. Das System überwacht permanent Antrieb, Traktion und Fahrdynamik. Falls nötig, schaltet es innerhalb von 300 Millisekunden automatisch in den Vierradmodus. „Active Driveline“ ist mit aktiver Drehmomentverteilung per „e-Diff“ kombiniert und verfügt somit über eine Torque Vectoring Funktion: Das elektronisch gesteuerte Differenzial sorgt für optimale Traktion und Stabilität, indem es für jede Fahrsituation on- und offroad die richtige Verteilung der Antriebskraft zwischen den beiden Hinterrädern sicherstellt.

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